„Pickert satt“ und Dorfinnovationen

Am 24. Januar war Mario Hecker, der Bürgermeister von Kalletal zu Besuch in Hedem. Im Gepäck hatte er nicht nur Geschichten aus dem Lipper Land, sondern auch einen bunten Strauß kreativer Ideen zur Dorfentwicklung. Nur der Pickert, den die Gäste an diesem Abend genießen konnten, kam nicht aus Lippe, sondern vom Landfrauen-Service.

Mit 55 Gästen war das Dorfgemeinschaftshaus voll besetzt, als Mario Hecker seinen Vortrag eröffnete. Der Kalletaler Bürgermeister hob das bindende Element zwischen seiner Heimatgemeinde und Preußisch Oldendorf hervor, nämlich die Eigenständigkeit der Dörfer. Nach der Gebietsreform 1969 waren die 13 Ortschaften, die damals zur Gemeinde Kalletal zusammengewürfelt wurden, nur noch durch einzelne Nummern gekennzeichnet. Das sei ein harter Schlag für die Dörfer gewesen. „Aber die Dörfer weisen auch heute noch gerne auf  ihre Eigenständigkeit hin“, erklärte er.

Ein Ratschlag, den er den Hedemern mit auf den Weg gab, war, damit zufrieden zu sein, was man tatsächlich hat, denn das sei oftmals gar nicht so schlecht. „Was wir haben, ist Wald, und davon genug,“ erklärte er. So ist eines der vielen Projekte, die Bürgermeister Mario Hecker an diesem Abend vorstellte, das Walderlebniszentrum Kalletal-Heidelbeck. Neben einem GPS-Erlebnispark für Kinder mit 4,5 Kilometer Wanderweg und Fragen rund um den Wald soll das Erlebniszentrum auch ein futuristisches Gebäude beinhalten, welches das „Wald-Auge“ genannt wird.

Wenn Mario Hecker anfängt, von den Projekten zu berichten, die im Kalletal in den letzten Jahren entstanden sind, dann kann einem schon mal schwindelig werden, so viele neue Ideen prasseln da auf einen ein. Es gibt zum Beispiel eine Kalletal Dorfschatzkarte, auf der jeder Ort mit seinen kleinen Besonderheiten zu finden ist. Es gibt neue Mobilitätsangebote, wie den „Kleinen Kalle“, einem Bus, der viel-frequentierte Bushaltestellen regelmäßig anfährt und auf Nachfrage auch an den Haltestellen anhält, die seltener genutzt werden. Daneben gibt es einen Bürgerbusverein und ein zusätzliches Angebot mit zwei Elektroautos, die bei Bedarf genutzt werden können. Das E-Carsharing-Projekt entstand im Rahmen der sozialen Dorfentwicklung von Lüdenhausen. Die Gemeinde bewarb sich für die Dorfentwicklung um eine Förderung beim Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft und war erfolgreich. Das Bundesministerium unterstützte die Dorfentwicklung mit insgesamt 75.000 Euro. Aus dieser Fördersumme wurden nicht nur die Elektromobile erworben. Das Gesamtkonzept beinhaltete eine Seniorenberatung, eine Dorfapp und viele weitere kleine Projekte, wie zum Beispiel den Erwerb eines mobilen Basketballkorbes, den sich eine Schülerin gewünscht und mit einer Unterschriftenaktion in die Realität umgesetzt hat.

Die Dorfentwicklung von Lüdenhausen ist nur eines von zahlreichen Beispielen. Im Nachbarort Bavenhausen, übrigens mit 861 Einwohnern etwas größer als Hedem, war der größte Wunsch der Einwohner ein eigenes Backhaus samt Dorfplatz zu bekommen. In einer Kooperation des Heimatvereins mit der Einrichtung Eben-Ezer wurde das Projekt realisiert. Dafür bekam das Projekt einen Preis vom „Netzwerk Nachbarschaft“ als Ort der guten Nachbarschaft.

In guter nachbarschaftlicher Tradition ging dieser Abend zu Ende. Nach dem Vortrag blieben viele Hedemer noch beisammen sitzen und ließen sich Zeit zum Klönen. Auch Bürgermeister Marco Steiner genoss die entspannte Atmosphäre und nutzte die Gelegenheit zum Smalltalk. Als einer der letzten Gäste verließ er an diesem Abend das Dorfgemeinschaftshaus in Hedem. Die Dorfgemeinschaft war sehr zufrieden mit dem Abend und freut sich über die viele positive Resonanz. Nicht nur der Pickert hatte allen geschmeckt, auch das Thema fand Zuspruch.

Bürgerumfrage und Dorf-Konferenz am 15. November 2018

Dieser Tage wird ein Fragebogen die Hedemer Bürger erreichen. Dieser Fragebogen wurde in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Ländlicher Raum im Mühlenkreis, der Firma planinvent  und der Arbeitsgruppe Digitales Dorf für Hedem entworfen.

Kern der Befragung, die natürlich absolut anonym verläuft, ist es herauszufinden, was man in Hedem verbessern kann, um  den Standort attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten. Mit dem Projekt „Mühlenkreis 2.0 / Digitales Dorf“ können dafür Grundsteine gelegt werden, die vom Bündnis Ländlicher Raum zusammen mit einer Co-Finanzierung der Stadt Preußisch Oldendorf unterstützt werden. Es stehen also finanzielle Mittel für die Umsetzung von Ideen bereit.

Mit dem Fragebogen sind alle Hedemer dazu aufgerufen, sich konstruktiv an der Umfrage zu beteiligen. Hier gibt es die Gelegenheit, Kritik, Vorschläge und Ideen zu äußern und gemeinsam an der Umsetzung zu arbeiten.

Der Fragebogen wird anschließend von der Firma planinvent ausgewertet und im Rahmen einer Dorf-Konferenz mit allen Beteiligten besprochen.

Termin der Dorfkonferenz: 15. November 2018 um 19 Uhr in der Alten Schule 

Zu dieser Veranstaltung sind alle Hedemer Bürger herzlich eingeladen.

 

 

1. Arbeitstreffen „Digitales Dorf“

Neue Arbeitsgruppe „Digitales Dorf“ aus Vereinen und Hedemer Bürgern gegründet. Stand: 01.03.2018

Das Kümmere-Duo des Projektes "Digitales Dorf Hedem" besteht aus Oliver Tempelmeier und Eva Rahe. Die Teilnehmer des 1. Arbeitstreffen des Projektes "Digitales Dorf Hedem"

Ganz oben auf der Tagesordnung der ersten Arbeitssitzung „Digitales Dorf“, zu der sich 20 Hedemer Bürger und Abgeordnete der Hedemer Vereine getroffen haben, stand die Gründung einer offiziellen Arbeitsgruppe. Folgende Personen gehören dieser Arbeitsgruppe an: Eva Rahe (Kümmerer), Kevin Schmidt (Freiwillige Feuerwehr Hedem-Lashorst), Jörg Blomenkamp und Heinz Ossenschmidt (Dorfgemeinschaft), Heiner Bering (Sozialverband) und Günter Lusmöller. Die Arbeitsgruppe sucht weiterhin interessierte Teilnehmer.

Zudem gab es ein erstes Brainstorming zu den Bedarfen im Dorf, die für das Projekt ermittelt werden sollen. Eine erste Idee ist es, Straßenpaten aus den einzelnen Ortsteilen zu finden, die immer ein offenes Ohr für Interessen und Belange vor Ort haben und Wünsche oder Probleme im Ort an die Arbeitsgruppe weitertragen. Zudem wurde die Idee geäußert, über die Internet-Plattform Fahrradtouren oder andere Freizeitaktivitäten zu organisieren – vor allem um auch neue Bürger in Hedem zu integrieren. Die vom Bündnis Ländlicher Raum vorgeschlagene Idee, ein Dorfbüro im Dorfgemeinschaftshaus einzurichten, dass regelmäßig besetzt ist, schlug zudem auf Zustimmung.

 

 

„Digitales Dorf“ beim RegionalForum

Präsentation des Projektes beim RegionalForum des Bündnis Ländlicher Raum im Mühlenkreis e.V., Stand: 26.02.2018

Friedhelm Koch und Eva Rahe waren am 26.02.2018 von der Dorfgemeinschaft bei der Regional-Konferenz des Bündnis Ländlicher Raum im Gestriger Hof eingeladen. Während der Veranstaltung wurden alle Projekte vorgestellt, die zur Zeit vom Bündnis Ländlicher Raum unterstützt werden. Hierzu gehört auch unser Projekt „Mühlenkreis 2.0 – Zukünftig SMARTversorgte Dörfer“ („Digitales Dorf“).

Es ergaben sich viele interessante Gespräche und wir wurden von einigen Nachbardörfern auf das Projekt angesprochen. Zum Ende der Veranstaltung ergab sich für Eva Rahe die Gelegenheit, die Projektidee bei einem Interview mit WDR Lokalzeit vorstellen.

 

 

Finanzierung von Stadt bewilligt

Stadt Preußisch Oldendorf unterstützt Projekt „Digitales Dorf Hedem“. Stand: 15.02.2018

Am 13. Februar 2018 wurde in der Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung der Stadt Preußisch Oldendorf dem Antrag der Dorfgemeinschaft Hedem auf Förderung des Projektes „Digitales Dorf Hedem“ zugestimmt. Die Stadt übernimmt zunächst die gesamten Kosten des zu leistenden Eigenanteils unter der Voraussetzung, dass noch weiter nach Sponsoren und Unterstützen gesucht wird. Der Eigenanteil beträgt 35% des vom Landesprogramm Vital-NRW geförderten Projektes.  Der Eigenanteil liegt damit bei 6200 Euro insgesamt für eine drei-jährige Förderlaufzeit.

Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Preußisch Oldendorf zunächst den gesamten Eigenanteil der Fördersumme übernommen hat, suchen aber weiterhin nach Sponsoren für das Projekt. Falls Sie Interesse daran haben, unser Projekt zu unterstützen, melden sie sich gerne unter 05743 – 932 869 (Eva Rahe).

 

 

Hedem wird „Digitales Dorf“

Vereinsgemeinschaft Hedem beschließt Teilnahme am Projekt. Stand: 31.01.2018

Projektplakat „Mühlenkreis 2.0 – Zukünftig SMARTversorgte Dörfer“, kurz „Digitales Dorf“.

Am 31. Januar 2018 haben die Vereine und Organe aus Hedem beschlossen, dass sie am Projekt „Digitales Dorf“ teilnehmen. Zu den mitwirkenden Vereinen gehören: Dorfgemeinschaft, Freiwillige Feuerwehr, Jagdgenossenschaft, Landfrauen, Landwirtschaftlicher Ortsverein, Schützengemeinschaft, Sozialverband, Sparclub und Tennisverein.

Das gesamte Projekt, bei dem 11 Dörfer teilnehmen,  wird vom Bündnis Ländlicher Raum im Mühlenkreis e.V. organisiert. Die 11 Modell-Dörfer kommen aus dem gesamten Kreisgebiet Minden-Lübbecke. Hedem ist das einzige Dorf aus der Kommune Preußisch Oldendorf. So richtig losgehen wird es im Frühjahr/Frühsommer 2018. Wir sind gespannt und freuen uns, wie’s weitergeht!