Hedem

Ein Dorf mit Inspiration

„Schmidtmobil“ fährt Dörfer an

Aus gegebenem Anlass bieten die Firmen Reinköster (Lübbecke) und Bäckerei Schmidt (Preußisch Oldendorf) ein „Schmidtmobil“ zur Versorgung mit Backwaren und Fleisch an.

Alle Daten und angefahrenen Dörfer findet ihr hier: schmidt-reinköstermobil2803-3

 

Breitbandgespräch gibt neue Optionen

Am 12. März fand im Dorfgemeinschaftshaus in Hedem ein Breitbandgespräch statt. Mit knapp 50 Teilnehmer*innen war die Veranstaltung sehr gut besucht. Gäste waren Enrica Nauen, Gigabit-Koordinator des Kreises Minden-Lübbecke, Michael Reimann, Internet-Beauftragte der Stadt Preußisch Oldendorf und Uwe Krabbe, Geschäftsführer von Internexio.

Enrico Nauen stellte drei mögliche Szenarien vor, wie die sogenannten Grauen Flecken – also Bereiche die noch nicht im Masterplan Breitbandausbau inbegriffen sind – ausgebaut werden können:

1) Ausbau durch die nächste Bundesförderung

Diese wird voraussichtlich im kommenden Sommer anstehen und einen Ausbau im Gigabit-Bereich bedeuten. Hier hat Hedem sehr gute Chancen, ausgebaut zu werden.

Problem ist allerdings der Zeitfaktor: Wenn das Förderprogramm öffentlich ist, muss es erst noch auf den Weg gebracht werden. Es kann bis zu zwei Jahre dauern, bis angefangen werde zu bauen. Zudem braucht die Gemeinde dafür den politischen Auftrag, damit ein Förderverfahren angestoßen wird. Denn 10% des Förderaufkommens muss die Stadt Preußisch Oldendorf selber tragen.

 

2) Public Privat Partnership (PPP) zwischen Internexio und Stadt Preußisch Oldendorf

Durch den Ortskern von Hedem wird derzeit eine Trasse gelegt, mit einem Anschlusspunkt an der Lübbecker Straße. Hieran kann zwar zur Zeit kein Haushalt angeschlossen werden, aber die Trasse ist eine Grundlage für den weiteren Ausbau.

Um die Kosten zu senken, schlägt Internexio ein Public-Privat-Partnership (PPP) mit der Stadt Preußisch Oldendorf vor.

 

3) Privatwirtschaftlicher Ausbau durch Internexio

Diese Möglichkeit wurde vom Geschäftsführer als zu unwirtschaftlich abgelehnt.

 

Weitere Informationen gibt es im Protokoll.

Mit viel guter Energie: Winter(ab)grillen

Am 6. März hat unser 1. Winter(ab)grillen stattgefunden. Dabei hat uns wieder die Frage beschäftigt, ‚Was braucht Hedem‘? Wie geht es mit dem Dorfgemeinschaftshaus weiter? Was passiert mit den Tennisplätzen? Wie könnte ein Spielplatz aussehen? Das und vieles mehr waren einige der Kernfragen, die diskutiert wurden.

Thorsten Försterling vom Büro für soziale Architektur moderierte die Veranstaltung. Er startete mit einer kleinen Fragerunde. Die ca. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer führten eine lebhafte Diskussion zum Thema ‚Was braucht Hedem‘?

Anmerkungen dazu waren zum Beispiel:
– Dass alle Vereine miteinander arbeiten.
– Alle sollen sich wohlfühlen, Alt und Jung gemeinsam aktiv werden.
– Leute mobilisieren, dass sie mehr am Dorfgemeinschaftsleben teilnehmen.
– Mit dem Haus einen spürbaren Nutzen schaffen. Spiel- und Freizeitmöglichkeiten schaffen. Vielleicht auch einen Raum bereit stellen, in dem Feste gefeiert werden können. Viele Familien sind zu Hause nicht in der Lage, größere Feste zu feiern.
– Neubürger in Hedem integrieren und willkommen heißen.
– Zugang zum Haus ermöglichen, z.B. durch einen Schlüssel.
– Das Haus kann ein Zentrum werden für Hilfestellungen vor Ort, z.B. Nachhilfe geben.

Thorsten Försterling fasste zusammen, dass wir einen Hotspot in Hedem brauchen, eine Art 3. ORT, wo man sich einfach trifft, ohne Voranmeldung oder Absprache.

Nach einer Pause, in der die Teilnehmer in gemütlicher Runde Gegrilltes und ein kühles oder auch heißes Getränk genießen konnten, ging es in die zweite Runde.

In Arbeitsgruppen ging es an Thementischen weiter:

  • Jugendarbeit
  • Bauen und Sanieren
  • Mehr Aktivitäten für Dorfplatzpflege
  • Spielplatz
  • Aktivitäten / Feierabendmarkt am Freitag Nachmittag

Die Ergebnisse werden jetzt in den Arbeitsgruppen sowie im Vorstand der Dorfgemeinschaft weiterbearbeitet. Wer das Protokoll einsehen möchte, kann es hier herunterladen.

Die Arbeitsgruppen sind offen. Der Vorstand lädt am 20. März zur Jahreshauptversammlung ein. Hier wird ein neuer Vorstand von den Mitgliedern gewählt. Beitrittserklärungen können hier heruntergeladen werden.

Wir bedanken uns ganz herzlich für den Einsatz und die gute Energie des Büros für Soziale Architektur sowie die fruchtbare Mitarbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

(Eine Initiative der Dorfgemeinschaft und des Digitalen Dorfes Hedem.)

Kaffeeklatsch – Was braucht Hedem, Teil 1

– Ein Treffpunkt, wo alles zentral ist – Gemütliche Dorfgemeinschaftsräume – Funktionierendes Internet – Eine richtige Dorfmitte – und  – und  – und…

Das waren Antworten auf die Frage „Was braucht Hedem“. Die Gäste beim „Kaffeeklatsch“ am 13. Dezember hatten viele Ideen, was in Hedem noch fehlt. Die beiden Moderatoren Elke Alberts und Thorsten Försterling vom Büro für Soziale Architektur schrieben alles auf und pinnten die Antworten im Versammlungsraum des Dorfgemeinschaftshauses Alte Schule an die Wände. Daraus ergab sich ein buntes Sammelsurium an Vorschlägen.

Bevor die beiden aber die Frage stellten, was Hedem braucht, stand eine ganz andere Frage im Raum, nämlich: „Was macht Hedem schön?“ Zum Warmwerden hatte nun jeder die Gelegenheit, zu sagen, welches seine Lieblingsorte sind, wo die nettesten Begebenheiten passieren oder was es anderes Tolles in Hedem gibt. Die Antworten waren vielfältig und gingen von „Wir wohnen recht ländlich, aber es ist trotzdem alles zentral zu erreichen,“ bis hin zu „Man kann gut feiern, die Nachbarn beschweren sich eigentlich nicht“.

In lockeren Gesprächen fragten sich die beiden Moderatoren durch die Hedemer Themenlandschaft. Und nebenbei wurde ordentlich diskutiert und natürlich Kaffee getrunken und Schmidt’s Kuchen gegessen.

Die Ergebnisse werden am Freitag, den 6. März 2020 beim „Winter(ab)grillen)“ nocheinmal auf den Tisch gelegt, sortiert und konkretisiert. Hierzu sind alle Hedemer herzlich eingeladen

 

 

 

Die Moderation der „Alberts Architekten, Büro für Soziale Architektur“ wurde vom „Bündnis ländlicher Raum im Mühlenkreis e.V.“ ermöglicht.

DorfFunk für Hedem

Geben Hilfe beim DorfFunk, die Kümmere Eva Rahe (Hedem, von links), Sven Hagemeier (Fiestel), Friedhelm Meier (Vehlage) und Anja Kittel (Fiestel)

Seit kurzem ist auch Hedem angeschlossen, an den DorfFunk. Ein kleines Highlight im Rahmen des Projektes „Mühlenkreis 2.0 / Digitale Dörfer“. Jedes der elf Modelldörfer kann nun über die DorfFunk-App Infos zum Dorf verbreiten.

Nun hoffen wir, dass ordentlich gefunkt wird. Jeder der ein Smartphone hat, kann die App nutzen. Sie wird einfach aus dem App-Store herunterladen und auf dem Telefon installiert. Der DorfFunk hat den Vorteil, dass anders als bei Facebook und Co. nur regional kommuniziert wird. Der Nutzer bestimmt selbst, wie groß der Umkreis ist und aus welcher Region er Nachrichten-Posts empfängt. Voraussetzung ist, sich anzumelden und einen Heimatort festzulegen. Hierfür stehen alle elf Modelldörfer zur Auswahl. Vor Ort können die Dörfer Hedem, Verlage und Fiestel ausgewählt werden.

Letztendlich funktioniert die App wie ein typisches soziales Netzwerk, aber eben auf regionaler Ebene. Man bekommt Nachrichten von anderen Nutzern in seiner Nähe, kann einen eigenen Chat oder Gruppen gründen und Veranstaltungen nachschauen. Da die App öffentliche Veranstaltungen nur über die Digitalen-Dörfer-Webseiten empfängt, können Dörfer, die noch nicht dabei sind, zur Zeit noch keine eigenen Veranstaltungen in der App posten. Damit sie die Veranstaltungsfunktion ber trotzdem nutzen können, bieten die Kümmerer von Hedem, Fiestel und Vehlage an, Veranstaltungen auf ihrer Dorf-Webseite zu veröffentlichen und von dort aus in den DorfFunk zu schicken. Ansprechpartner sind: Sven Hagemeier (sven.hagemeier@fiestel.de), Friedhelm Meier (info@vehlage.de) und Eva Rahe (eva@hedem.info).

DorfFunk installieren, so geht’s:

DorfFunk-App aus dem App-Store auf das Telefon laden. Die App öffnen und auf den registrieren-Reiter klicken, nicht auf dem Anmelden-Reiter bleiben. Profil angeben, d.h. Name, Heimatgemeinde und Empfangsstärke festlegen. Datenschutzbestimmungen zustimmen und los geht’s.

Zu den elf Modelldörfern im Projekt „Mühlenkreis 2.0 / Digitale Dörfer“ gehören:

Eickhorst (Gemeinde Hille), Frotheim (Stadt Espelkamp), Fiestel (Stadt Espelkamp), Hedem (Stadt Pr. Oldendorf), Nammen (Stadt Porta Westfalica), Oberbauerschaft (Gemeinde Hüllhorst), Quetzen (Stadt Petershagen), Twiehausen (Gemeinde Stemwede), Vehlage (Stadt Espelkamp), Wehe (Stadt Rahden) und Westrup (Gemeinde Stemwede).

 

Diskussionen zum Breitbandausbau

Kümmerin Eva Rahe und Jörg Blomenkamp, Schriftführer der Dorfgemeinschaft, informieren zum aktuellen Stand.

Am 4. Juli 2019 hat sich die Arbeitsgruppe Digitales Dorf Hedem im Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule getroffen. Auf der Tagesordnung stand das Thema Breitbandausbau in Hedem.

Nach Informationen von Michael Reimann vom Bauamt der Stadt Preußisch Oldendorf wird der Breitbandausbau im Stadtgebiet Mitte 2021 starten. Dies betrifft die sogenannten weißen Flecken, d.h. alle Haushalte, die in der Förderkulisse des kreisweiten Ausbaus als unterversorgt gelten. Diese Haushalte werden in den nächsten Jahren automatisch mit FTTH, das Glasfaser bis ins Haus, versorgt werden.

In Hedem betrifft dies allerdings nur wenige Häuser in Randlage. Der Kern des Dorfes gilt durch die Firma Eifel Net als ausreichend mit Internet versorgt und ist damit nicht im Ausbauszenario des Kreises eingeschlossen.

Der Ausbau im Kreisgebiet wird durch die Firma Internexio betrieben. Sie erstellt eine Infrastruktur mit Glasfaser und wird auch die Endkunden betreuen. In Hedem ist ein Netzknotenpunkt an der Kreuzung „In der Feldwiese“ Ecke „Lübbecker Straße“ vorgesehen. Von hier aus soll das Glasfaserkabel entlang der Straße „In der Feldwiese“ in südliche Richtung bis zur Hüffer Straße und von dort an der Firma Niemann vorbei Richtung Ruhewald und Alswede gelegt werden.

Eine Verlegung des Kabels durch den Ortskern von Hedem war nicht eingeplant. Die Stadt Preußisch Oldendorf konnte allerdings zusammen mit dem Kreis Minden-Lübbecke einhandeln, ein Glasfaserkabel durch Hedem zu verlegen. Damit steht aber noch nicht fest, wer der zukünftige Netzbetreiber im Ort sein wird. Nach Aussagen der Stadt handeln die Telekommunikationsbetreiber untereinander aus, wer sich wo einmieten kann. Ein Mitspracherecht haben wir dabei nicht. Wir können allerdings an ihren Wunschbetreiber herantreten und erklären, dass eine Infrastruktur geschaffen wird.

Auch die Art des Ausbaus im Ort steht damit natürlich noch nicht fest. Es gibt die Möglichkeit, das alte Kupferkabel zu nutzen, wobei hierzu gesagt werden muss, dass Eifel Net die Hoheit über die Kupfelkabel hat, da es zur ausreichenden Versorgung die sogenannte Vectoring-Technik nutzt. Als zweite Möglichkeit könnte Hedem über Funk versorgt werden.

Die Versammlung schloss diese beiden Möglichkeiten aus. Die Anwesenden waren sich einig, dass für eine zukunftsfähige Versorgung im Dorf nur ein Ausbau mit Glasfaser bis in jeden Haushalt (FTTH) in Frage kommt. Auch der Zeitplan machte den Teilnehmern Sorgen. Dieser wird von der Regulierungsbehörde und den Fördergebern entschieden. Man kann davon ausgehen, dass der Ausbau des Dorfkerns hinten an steht.

Die Dorfgemeinschaft hat vor zwei Jahren erste Gespräche mit der Firma Gustav-Internet geführt, die über die Midal-Trasse ausbauen würde. Die Versammlung einigte sich darauf, den Kontakt zu Gustav-Internet wieder aufzunehmen.

Im Verlauf der Sitzung wurden noch die Themen W-Lan-Versorgung im Dorfgemeinschaftshaus und die neue Internetpräsenz des Projektes „Mühlenkreis 2.0 / Digitale Dörfer“ besprochen. Die neue Internetseite, die vom Fraunhofer-Institut erarbeitet wurde, wird samt App „DorfFunk“ in einer Gemeinschaftsveranstaltung mit allen elf Modelldörfern am Montag, den 9. September von 18 bis 20 Uhrauf Schloss Benkhausen vorgestellt. Hedem wird seine schon gebaute Webseite weiter nutzen. Die App „DorfFunk“ wird in diese Seite integriert und kann ab 10. Juli von den Hedemern getestet werden.

Die Arbeitsgruppe „Digitales Dorf“ diskutierte zum Thema Breitbandausbau in Hedem.

Finnischer Lese-Schmaus zum Frühstück

Bernd Gieseking liest aus „Finne dich selbst“ beim Kulturfrühstück in Hedem

Bernd Gieseking las selten bei seiner Lesung „Finne dich selbst“, aber er erzählte dafür um so mehr.

Zu unserem Kulturfrühstück auf Hollwinkel kam Bernd Gieseking in bester Laune. Bevor es überhaupt losging und Bernd Gieseking auf seine finnischen-deutschen Erlebnisse zu sprechen kam, machte er erst mal eine Liebeserklärung an das alte Rittergut. Und das kam so:

Als ich Bernd Gieseking den Weg erklärte, lotste ich ihn direkt zum Hintereingang des alten Pferdestalls. Das heißt bis dato hatte Bernd Gieseking den ganzen Charme des kleinen Rittergutes noch gar nicht erkannt. Umso erstaunter war er, als er einen Blick nach vorne raus warf. Ein unvorstellbar idyllischer Ort habe sich ihm auf der anderen Seite des Wirtschaftsgebäudes offenbart, erzählte er bei seinem Auftritt. „Also wenn die Familie von der Horst mal einen Haus- und Hofschreiber braucht, ich stehe zur Verfügung“, erklärte er.

Von hier nach Kutenhausen sei es ja nicht so weit, fügte er an. Deshalb sei es bestimmt kein Problem, wenn er mal „’n bäten Platt kür’n würd.“ Spätestens da hatte er das gesamte Hedemer Publikum fest im Griff. Sowieso würden die Ostwestfalen ja nicht viel reden, fuhr er fort. Aus einem einzigen „Jau! Mott!“ könne der Ostwestfale alles herauslesen, was er bräuchte, um sein Gegenüber zu verstehen. In dieser Hinsicht seien die Ostwestfalen den Finnen sehr ähnlich. Ein ausgiebiges miteinander Schweigen sei das ‚A’ und ‚O’ einer gepflegten Konversation, erklärte Gieseking.

Dabei ist Bernd Gieseking das genaue Gegenteil des typischen Ostwestfalen. Wenn er erst einmal im Redefluss ist, hört er so schnell nicht wieder auf. Wie Ostwestfalen Finnland erleben, davon hätte Bernd Gieseking stundenlang erzählen können.

In seinem Buch „Finne dich selbst. Mit den Eltern auf dem Rücksitz ins Land der Rentiere“ beschreibt er, was passieren kann, wenn drei ostwestfälische Urgesteine auf finnische Traditionen wie Sauna, Trolle und Mökki (das finnische Sommerhaus) treffen. Die warmherzige und spritzige Erzählweise des Kabarretisten führte dazu, dass sich die Gäste fast wie bei Giesekings zu Hause fühlten.

Neben den Familienerlebnissen der Giesekings im Land der Elche und Rentiere gab der Finnlandliebhaber einige Insidertipps zum Besten.  Gerüchte, wie dass die Finnen ein Saufvolk seien, konnte Gieseking entkräften. In Deutschland würde pro Kopf mehr Alkohol getrunken als in Finnland. Aber dafür seien die Finnen mit vier bis fünf Tassen am Tag Könige im Kaffeetrinken.

Nur das mit der Saune, dass würde stimmen: Die wichtigsten Dinge würden in Finnland in der Saune geklärt. Hier herrsche die sogenannte Sauna-Diplomatie. Es dürfe auch Bier getrunken und gegessen werden, nur eines, das sei in der Sauna strikt verboten: Streiten! Das sei die einzige Saunaregel, die es in Finnland gebe. Auch die wichtige Frage, warum die Finnen in der Sauna Mützen tragen, konnte Gieseking klären. Am Ende gab Bernd Gieseking für das begeisterte Publikum eine kleine Zugabe. Mit ein paar warmherzigen finnischen Sprichwörtern verabschiedete sich der Künstler vom hiesigen Publikum und entließ alle gutgelaunt in den ostwestfälischen Sonntag Nachmittag.

Teilnahme am Wettbewerb „Dörfer mit Ideen“

Hedemer Dorfgemeinschaft am Stand „Dörfer mit Ideen“

Jede Menge neue Ideen gab es beim Wettbewerb „Dörfer mit Ideen“. Zwar waren wir in diesem Jahr nicht unter den Platzierten, dafür konnten wir viel Input mit nach Hause nehmen. Der Stand „Dörfer mit Ideen“ bei den Holztagen auf der Pohlschen Heide war zum Netzwerken wie gemacht.

Unsere Idee, einen der alten Tennisplätze am Dorfgemeinschaftshaus in ein neues Dorfzentrum umzuwandeln, steht noch in den Kinderschuhen. Das wurde beim Vergleich mit den anderen Wettbewerbsbeiträgen mehr als deutlich. In Gesprächen mit unseren Mitwettbewerbern wurde klar, dass am Anfang immer ein guter Plan steht. Die Gewinnerbeiträge basieren allesamt auf einer guten fachlichen Grundlage. Hier wurde mit Fachleuten ein Plan entworfen, der sowohl die gestalterischen Maßnahmen als auch Vorgehensweise und Zeitplan beschreibt. Ein Tipp war, diesen Plan in Etappen abzuarbeiten, je nachdem, was das Dorf leisten kann.

Durch Gespräche vor Ort ist klar geworden, dass es vielfältige Fördermöglichkeiten gibt, die darauf abzielen, Dorfstrukturen und den ländlichen Raum bei der Fortentwicklung zu unterstützen. Sowohl Marco Steiner (Bürgermeister Preußisch Oldendorf) als auch Rainer Riemenschneider (Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung Minden Lübbecke) haben angeboten, die Hedemer vor Ort darüber zu informieren. Dieses Angebot nehmen wir gerne an.

Das neue Hedemer Dorfprogramm

Das Hedemer Dorfprogramm mit allen Veranstaltungen rund ums Dorf

Im Januar 2019 ist das erste Hedemer Dorfprogramm in gedruckter Form erschienen. Im Heft sind  alle Veranstaltungen der Hedemer Vereine und Organisationen für das komplette Jahr aufgeführt.
Ihr könnt es euch hier ganz praktisch als PDF herunterladen.

 

Das Dorfprogramm ist aus einer Initiative des Projektes „Mühlenkreis 2.0 / Digitale Dörfer“ entstanden. Auf Hedem.info/DigitalesDorf könnt ihr mehr erfahren. Zudem gibt es weitere Infos im Pressearchiv.

Wer das Dorfprogramm haben möchte, kann es bei Eva Rahe bekommen.

 

„Pickert satt“ und Dorf-Innovationen

Am 24. Januar war Mario Hecker, der Bürgermeister von Kalletal zu Gast in Hedem. Bei „Pickert satt“ verbrachten 55 Gäste einen spannenden Abend im Dorfgemeinschaftshaus.

Wenn Mario Hecker anfängt von all den Projekten zu berichten, die im Kalletal in den letzten Jahren verwirklicht wurden, kann einem schon mal schwindelig werden. Es gibt zum Beispiel eine Kalletal Dorfschatzkarte, auf der jeder Ort mit seinen kleinen Besonderheiten zu finden ist. Es gibt neue Mobilitätsangebote, wie den „Kleinen Kalle“. Der Kleine Kalle ist ein Bus, der viel-frequentierte Bushaltestellen regelmäßig anfährt und auf Nachfrage auch an den Haltestellen anhält, die seltener genutzt werden. Daneben gibt es einen Bürgerbusverein und ein zusätzliches Angebot mit zwei Elektroautos.

Das E-Carsharing-Projekt Dorfauto entstand im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms von Lüdenhausen. Die Gemeinde bewarb sich um Fördermittel beim Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft und war erfolgreich. Das Bundesministerium unterstützte die Dorfentwicklung mit insgesamt 75.000 Euro. Aus diesen Fördermitteln wurden die Elektromobile erworben. Es entstand eine Seniorenberatung, eine Dorfapp und viele weitere kleine Projekte.

Die Dorfentwicklung von Lüdenhausen ist nur eines von zahlreichen Beispielen. Im Nachbarort Bavenhausen, übrigens mit 861 Einwohnern etwas größer als Hedem, war der größte Wunsch der Einwohner ein eigenes Backhaus samt Dorfplatz zu bekommen. In einer Kooperation des Heimatvereins mit der Einrichtung Eben-Ezer wurde das Projekt realisiert. Dafür bekam das Projekt einen Preis vom „Netzwerk Nachbarschaft“ als Ort der guten Nachbarschaft. Ein weiteres Projekt ist das Walderlebniszentrum Kalletal-Heidelbeck, das derzeit in Planung ist.

In guter nachbarschaftlicher Tradition ging dieser Abend zu Ende. Nach dem Vortrag blieben viele Hedemer noch beisammen sitzen und ließen sich Zeit zum Klönen.

 

 

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