Informationen zur MIDAL-Trasse in Wikipedia

Die Gasleitung durchquert Hedem zuerst in gerader Linie von Nord nach Süd
und knickt dann kurz vorm Wasserwerk Richtung Südosten ab.

Auf dem Bild Richtung Norden erkennt man Rechts im Bild den Hof Hansjürgen
In den Mais wurde extra für die Trasse bereits eine Schneide geschlagen.
Danach kamen die Raupen um den Mutterboden abzuschieben.

Kurz vor dem Wasserwerk wurden dann die Röhren vor Ort mit Spezialgeräten
gebogen. Im Hintergrund ist damals noch das kleine Wäldchen an der Hedemer Straße
zu sehen, dass dann später abgeholzt wurde. Mit solchen roten Caterpillar
Rohrlegern wurde später die komplett geschweisste Rohrleitung segmentweise
in den Rohrgraben abgelegt.

Auf der anderen Straßenseite der Hedemer Straße konnte dann der Baubetrieb
wegen eines archäologischen Fundes nur eingeschränkt weiterlaufen. Es wurden
Reste eines germanischen Gehöftes aus der Zeit um Christi Geburt entdeckt.

Die beiden ausgegrabenen Brunnen sind heute im Westfälischen Museum für
Archäologie in Münster ausgestellt.

Im nächsten Bild an der Straße „Zum Wasserwerk“ ist die fertig gebogene und
geschweisste Rohrleitung zu erkennen. Hinten links der Wald von Schloss Hüffe.

Transportiert wurden die langen Röhren  mit solchen umgebauten russischen
Tatra Raketentransportern.

Am Lagerplatz der Röhren in der Hedemer Masch wurden wechselweise
insgesamt 3 Tatras  beladen von denen jeder 3 Röhren tragen konnte.

Transportiert wurde damals ohne Rundumleuchten und auch ohne jegliche
Warnschilder. Man beachte, wie weit die Ladung vorne und hinten übersteht.

Hier ein Blick aus dem Hedemer Feld Richtung Norden

An der gleichen Stelle ein Blick Richtung Süden auf den Hof Barlach, damals
noch ohne Fahrsilos und Biogasanlage.

Hier wurde dann dann auch die Absperrstation errichtet, in der solche Absperrschieber eingebaut sind.

Ein besonderes Highlight war die Unterquerung des Mittellandkanals.
Dazu wurde auf der Nordseite des Kanals eine Baugrube ausgeschachtet.

Von der Baugrube ausgehend wurde dann durch eine niederländische
Spezialfirma unter dem Kanal hindurchgebohrt.
Die Baugrube war 10,5 m tief, 25 m lang und 8,50 m breit.
Auf einer Länge von insgesamt 208 m wurde mit einem Vortrieb von
0,5 bis zu 3m proStunde der Bohrmeißel vorwärts bewegt.

Die Kosten alleine für die die Kanalunterquerung beliefen sich auf
ca. 3,0 Mio DM.

Am 23 März 1993 ist der Bohrmeißel dann auf der Südseite angekommen.